Absturzsicherungsgruppe übt auf Baukran

29.07.2012, 11:30 Uhr

An diesem Sonntag hatte Michael die Männer der VG-Absturzsicherungsgruppe zum Gelände der Integrierten Gesamtschule eingeladen. An der bereits bestehenden Schule wird seit einiger Zeit ein riesiger Erweiterungsbau angeschuht. Für die Arbeiten an dem fünfzehn Meter hohen Gebäude, hat die Baufirma auch einen großen Kran auf dem Gelände installiert und um diesen Kran drehte sich die Sonderübung an diesem Tag.
Schon die ganze Woche wurden Vorbereitungen auch bei der Einsatzabteilung getroffen. So hatte das Treffen der Sanitäter am Dienstag das Hauptthema Orthostatischer Schock und seine Bekämpfung. Am Donnerstag folgte dann ein letztes Briefing mit der Absturzsicherungsgruppe, bei dem Michael noch einmal alle Gefahren und Schwerpunkte der Arbeit an und im Kran darlegte.
Michael, der sich schon seit einigen Wochen um die Planung und Vorbereitung dieses Termins kümmerte, hatte dann für diesen Tag ein Einsatzrealistisches Szenario gewählt. Ein Selbstmörder hatte sich auf den Kranausleger hinaus begeben, dort hatte ihn der Mut verlassen und er war bereit sich von den Feuerwehrkräften retten zu lassen, da er es aus eigener, vor allem mentaler Kraft nicht mehr alleine schaffte. Also stiegen zweier Trupps mit der gesamten Ausrüstung den Kran über die verbauten Aufstiegsleitern im Inneren des Krankörpers empor. Auf der Plattform über der Steuerkanzel in 22 Metern Höhe, installierten sie dann einen gesicherten, horizontalen Vorstieg. Zwei Trupps, à zwei Mann, bauten sich ihre Sicherungspunkte und Standsicherungen auf. Anschließend gingen auch zwei Mann auf den Auslieger. Dort setzten sie ihre Zwischensicherungen und gelangten so schließlich zum Opfer, einer Übungspuppe. Um den Mann gesichert zurückführen zu können legten sie Ihm ein Rettungsdreieck an. Da jeder Teilnehmer jeder Position der Sicherungsteams einmal selbst machen sollte, blieb die Puppe dann ein gebunden und er Vorsteiger ging zur Plattform zurück, wo die Männer Trupp intern tauschten und die Prozedur wiederholten. Nach und nach durchliefen sechs Teams dieses Training. Auf der Plattform unterstützte Michael bei Bedarf bei den Handgriffen, kontrollierte die Knoten und Sicherungspunkte und stand bereit für Rückfragen. In der Drehleiter stand ein Rettungstrupp bereit, um einen Mann nach einem eventuellen Sturz in ein Seil direkt retten zu können. Außerdem stand am Boden immer ein medizinisch geschultes Team zur Versorgung eines Patienten bereit. Alle Sicherheitsvorkehrungen wurden an diesem Tag aber Gott sein Dank nicht benötigt und so blieben das Üben und der Spaß an der außergewöhnlichen Übung im Vordergrund.

Fazit: Eine super Übung die den meisten Teilnehmern noch einmal mehr Sicherheit bei der Arbeit in großen Höhen gegeben und die Sinne für die Details der Sicherungskette geschärft hat. Danke an dieser Stelle an Michael als Ausrichter und die beiden Kameraden der Einsatzabteilung Arno und Martin, welche den Sicherungsposten in der Drehleiter an diesem Tag stellten.

Informationen:

Personen: 14 (Oppenheim)

Dauer: 6.5 h

Klassifizierung: ÜB

Übung
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