Alarmübung in der Stadt unter der Stadt mit dem DRK Ortsverein Nierstein-Oppenheim

25.08.2013, 07:45 Uhr

An diesem Sonntag pfiffen die Funkmeldeempfänger der Oppenheimer Feuerwehr schon frühmorgens. Gegen Acht Uhr wurde eine Verpuffung mit anschließender starker Rauchentwicklung in der Stadt unter der Stadt gemeldet.
Sofort rückten die Kräfte der Oppenheimer Feuerwehr mit dem Einsatzleitwagen, dem Tanklöschfahrzeug, der Drehleiter und dem Löschgruppenfahrzeug aus. Ein Rettungswagen des DRK Ortsverbands Nierstein-Oppenheim traf zuerst an der E-Stelle ein.
Augenzeugen berichteten von einer Feier die im Untergrund stattgefunden haben sollte. Bei dieser Feier sollte es plötzlich zu einer Verpuffung gekommen sein. Mindestens fünf Menschen wurden noch in den Katakomben vermisst.
Unter Langzeitpressluftatmern, die eine Einsatzzeit von einer Stunde ermöglichen, ging der erste Trupp in das Gewölbe system vor. Kurz hinter der Treppe fanden sie schon den ersten Vermissten. Der Mann wurde raustransportiert und dem Rettungsdienst übergeben, der mittlerweile in SEG-Stärke vor Ort war.
Während das DRK einen Verbandsplatz im Hof des Rathauses einrichtete, positionierten die Wehrleute Überdrucklüfter vor dem Zugang in die Kelleranlage und schickten weitere Trupps zur Personenrettung vor.
Im Keller des Verkehrsvereins stießen die Angriffstrupps auf den Brand. In der Küchenzeile brannten mehrere Schränke. Bei den Löscharbeiten fanden sie dann auch eine weitere Verletzte in den Trümmern, die gerettet werden konnte.
Die Belüftungsmaßnahmen zeigten anschlie0end erst richtig Wirkung und so konnten kurze Zeit später Trupps ohne Atemschutz in die höher gelegenen Bereiche des Theaterkellers vorgehen. Dort nahmen sie weitere Verletzte entgegen und brachten sie zur Versorgung auf den Verbandsplatz. Dort hatte die Situation an Dramatik gewonnen. Ein Mann der aus dem Rauch gerettet worden war, zeigte alle Anzeichen eines Herzinfarkts und brach während der Behandlung leblos zusammen. Mit mehreren Kräften reanimierten DRK-Helfer den Mann. Um das Leben dieses Mannes zu retten boten die DRK-Helfer all ihr Wissen und Material auf. Beatmeten, machten ununterbrochen Herzdruckmassage, defibrillierten, legten Zugänge und gaben Medikamente. Bis der Notarzt an der E-Stelle eingetroffen war, hatte der Mann wieder einen eigenen Herzrhythmus, nur die Beatmung musste fortgesetzt werden.
In einem abgelegenen Teil des Kellerlabyrinths fand der vorgehende Trupp eine weitere Person. Der Mann war in der Dunkelheit eine kleine Treppe hinuntergefallen und konnte sich nicht mehr bewegen. Nach einer kurzen Kopf bis Fuß –Untersuchung bestand der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung. Mit einer Wannentrage und mehreren Trupps wurde der Patient so schonend es die Situation zu ließ aus dem Keller gerettet. Das DRK-Personal übernahm den Mann und fixierte ihn auf einer Vakuummatratze um jede weitere Bewegung der Wirbelsäule auf dem Weg ins Krankenhaus zu unterbinden.
Die Feuerwehrleute suchten weiter in den Katakomben und fanden schließlich kurz vor einem Ausgang eine weitere Person. Da der Ausgang aber versperrt war, musste die kleine Gruppe den Weg zum sicheren Haupteingang antreten. Dort stellte sich heraus, dass die Dame die letzte Vermisste der Besuchergruppe war und somit alle Personen gerettet worden waren.

FAZIT: Eine tolle Alarmübung welche die Zusammenarbeit des DRK Ortsvereins und der Oppenheimer Feuerwehr noch einmal verstärkte. Die Rotkreuzkräfte wollten außer der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, vor allem den Ablauf von der Alarmierung bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle vertiefen. Des Weiteren sollte auch der Einsatz mit mehreren Verletzten und anderen, nicht gewohnten, Führungskräften trainiert werden.
Die Wehrleute hingegen testeten zum ersten Mal die Untergrundfunkanlage. Außerdem konnten einige Mängel aufgedeckt werden, die mit der Stadt aber schnell geregelt werden, bzw. in die Einsatzplanung für die Stadt unter der Stadt einfließen werden.
Im Großen und Ganzen eine sehr erfolgreiche Übung.

Informationen:

Personen: 19 (Oppenheim)

Dauer: 3 h

Klassifizierung: ÜB

Übung
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