Dienstsport und Foltergeräte
13.05.2009, 20:00 Uhr
An diesem Mittwochabend trafen sich die Männer der Oppenheimer Feuerwehr wie jeden Mittwoch zum Dienstsport. Während bis zu diesem Datum Fußball das Programm bestimmte, probierten die Anwesenden an diesem Abend ein neues System des Feuerwehrdienstsports aus. Michael war, zusammen mit unserem HGW, auf einer Praxisanleiterschulung, für Dienstsport bei der Feuerwehr, der Unfallkasse gewesen. Bei dieser Schulung bekamen die beiden jede Menge Tipps, wie man den Dienstsport etwas Abwechslungsreicher gestalten und dabei auch noch gezielt auf so wichtige Themen, gerade für Feuerwehrleute, wie Ausdauer, Krafttraining und Rückenschulung, eingehen kann.
Zum Aufwärmen und für den Spaß am Sport begannen die Männer mit einer Stunde Basketball spielen. Hierbei wurde auch schon die Belastung gesteigert. Vom einfachen „Alle spielen auf einen Korb“ bis zum „Eins gegen Eins“, bei dem alle Fünf Minuten die Teams gewechselt wurden.
Anschließend präsentierte Michael die neusten „Foltergeräte“, aus dem Repertoire der Unfallkasse gekommen. Einfache Gummibänder. Einfach?!? Diese These wurde schon nach der ersten Übung mit dem Gerät widerlegt und Michael hatte einen ganzen Ordner mit Übungen für diese Bänder mitgebracht. Die Teilnehmer probiert einige Übungen zum stärken der Brust-, Arm- und Beinmuskulatur aus. Eigentlich schon am Körperlichen und seelischen Ende ihrer Leistungsfähigkeit angekommen, schwenkte Michael in die Richtung Koordinations- und Gleichgewichtstraining um. So konnte er die Motivation der Männer weiter aufrechterhalten. Während ein Proband das Gummiband um den Bauch gelegt hatte, hielt ein zweiter die beiden Enden des Gummis fest. Der erste versuchte jetzt mit parallelen Füßen nach vorne zu springen und nach dem landen das Gleichgewicht zuhalten. Hierbei durfte er sich voll in das Gummiband reinlegen. Sobald dieser Teil der Übung saß, folgte die Verschärfung der Aufgabe. Bei dem genannten Ablauf ließ der zweite Mann in unregelmäßigen Abständen und ohne Vorwarnung die Spannung des Bandes nach, in dem er dem Springer Schrittweise hinterher lief. Auch in dieser Situation musste der Springer sein Gleichgewicht halten. Was sich recht einfach anhört stellte sich, in der Umsetzung, als sehr schwierig heraus.
Nach einer weiteren Stunde Training, mit weiteren Übungen, war dann auch dieser Teil des Dienstabends beendet.
FAZIT: Diese Art des Dienstsports lockt bestimmt sehr viel mehr Leute in die Sporthalle als einfach nur Fußball. Dennoch wird vom Fußballspiel nicht gänzlich abgegangen, da die Sportart zum Aufwärmen und zum stärken des Teamgeists jeden Mittwoch gewechselt bzw. vor Ort abgesprochen wird. So ist auch Volleyball spielen und reines Ausdauertraining genauso denkbar, wie im Sommer Schwimmen oder Rad fahren zu gehen.
Informationen:
Personen: 3 (Oppenheim)
Dauer: 2.5 h
Klassifizierung: ÜB
Übung