Erste Heißausbildung an der Hauptfeuerwache wird ein voller Erfolg
11.10.2008, 12:30 Uhr
An diesem Samstag fand die erste Heißausbildung auf Verbandgemeindeebene statt. Ein Firma war mit ihrem Brandtrainer, einem Sattelauflieger mit einer gasbefeuerten Anlage, zur Hauptfeuerwache gekommen. Sieben Wehren hatten sich schon ab 7.30 Uhr an der Hauptfeuerwache eingefunden und gingen in drei Mann-Trupps mit einem Ausbilder durch den Brandcontainer. In Ihm waren verschiedene Einsatzsituationen vorbereitet. Unter anderem mussten ein brennendes Bett, ein Motorbrand und ein brennendes Fass gelöscht werden. Sollten die Einsatzkräfte nicht richtig auf eine Situation geachtet haben, ließ ein Mann an der Steueranlage einen Flash-Over durchzünden.
Als Vorbereitung auf den Durchgang selbst wurden die Kameraden noch einmal im Umgang mit dem Hohlstrahlrohr unterwiesen. Bei dieser Gelegenheit wurden die Männer auch auf die Besonderheiten der Anlage hingewiesen. Nach dem sich die Trupps dann vor der Atemschutzwerkstatt ausgerüstet hatten, stiegen sie über eine Steckleiter auf das Dach des Containers und anschließen über eine Treppe in den Brandtrainer ein. Hier mussten sie die Türöffnungsprozedur durchspielen. Durch kurze Stöße konnte die Temperatur im Container heruntergekühlt und schließlich eingedrungen werden. Die eigenen Wasserstöße waren auch der Grund für das größte Problem bei dieser Ausbildung. Der heiße Wasserdampf der hierbei entstand, sicherlich nicht annähernd soviel wie in einer realen Einsatzsituation, drang überall in die Einsatzkleidung ein und sorgt so für eine hohe Belastung. Das Feuer selbst wurde hierdurch fast in eine Nebenrolle gedrängt. Selbst als die Atemschutzträger in die offenen Flammen eines Gasflasche- oder eines Motorraumbrandes greifen mussten, verlor niemand die Nerven und handhabten die ihnen gestellten Aufgaben wie Profis.
Fazit: Diese Ausbildung war wieder einmal besonders wichtig und wertvoll für die jungen und eher unerfahrenen Kameraden, welche zum größten Teil erst ihren Atemschutzlehrgang absolviert haben. Aber auch die älteren Kameraden konnten sich wieder einmal "austoben". Während Brandangriffsübungen zwar schon oft abgehalten wurden, sind heiße Situationen in Übungen nur selten zu realisieren.
Deshalb war dieses Training für jeden Atemschutzgeräteträger eine super Sache.
Informationen:
Personen: 23 (Oppenheim)
Dauer: 7 h
Klassifizierung: ÜB
Übung