Erste Übung 2015: Gebäudebrand in Oppenheimer Weingut

21.02.2015, 17:00 Uhr

An diesem Samstag fand die erste Übungen des neuen Jahres 2015 statt.
Hierfür hatten sich die Übungsausrichter etwas besonderes einfallen lassen.
In einem Flügel des Hauptgebäudes eines großen Weinguts war es zu einem Feuer gekommen. Zwei Arbeiter, welche die Räumlichkeiten gerade ausräumten, wurden darin vermisst.
Eigentlich nichts was nicht eine Standartaufgabe für eine Feuerwehr Weltweit ist. Besonders machten die Übungen jedoch die Örtlichkeiten. Verwinkelte Räume, Lagergut, eine schmale Hofeinfahrt, Zugangsmöglichkeiten erst im ersten Stock, waren nur einige der Schwierigkeiten, mit denen sie die hochmotivierten Floriansjünger nach der Winterpause auseinandersetzen mussten.
Florian, der Gruppenführer des Tankers, schickte sofort seine beiden Trupps in das Gebäude und schon nach kurzer Zeit konnten sie die erste Erfolgsmeldung geben. Eine Person gefunden. Den Rettungstrupp, für die beiden unter Atemschutz arbeitenden Tankertrupps, stellte das Löschgruppenfahrzeug.
Michael der an diesem Tag das Löschgruppenfahrzeug führte, hatte die Anhängeleiter mitgebracht. Für die Altstadt ist diese Leiter oft sehr hilfreich, da dieses Rettungsgerät mit Mannkraft auch noch in den letzten Hinterhof der Altstadthöfe geschoben und eingesetzt werden kann. Trotzdem kam sie nicht zum Einsatz. Unser Wehrführer Thomas wollte wissen ob die Drehleiter, im Falle einer Unterstützung für den Rettungsdienst zum Beispiel, in den Hof manövriert werden könnte.
In einem Brandfall würde das Hubrettungsgerät mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in den Innenhof des Gutes gefahren werden, da sie dort fast immer im Trümmerschatten des Hauses, stehen würde.
Aber auch das Einfahren durch die sehr enge Zufahrt funktionierte problemlos und zügig. Die Korbbesatzung öffnete dann von außen die Fenster des betroffenen Gebäudeteils um eine natürliche Entrauchung zu erreichen.
Unterdessen ließ Robin, der Gruppenführer des Tragkraftspritzenfahrzeugs, von seinen Männern, nach dem sie die Wasserversorgung für das Brandobjekt aufgebaut hatten, einen Überdrucklüfter vor dem Gebäude in Stellung bringen. Florian hatte diese Maßnahme angefordert. Durch die Druckbelüftung wird der heiße und tiefschwarze Rauch aus dem Gebäude gepresst, die Atemschutztrupps werden bedeuten weniger belastet, haben bessere Sicht und können so viel länger eingesetzt werden.
Nach dem diese Maßnahmen auch griffen konnte der zweite Vermisste in einem seitlichen Flur des Gebäudeflügels gefunden und ebenfalls gerettet werden.
Damit konnte die Übung als erfolgreich beendet werden. Nachdem die Gerätschaften wieder aufgeräumt und verladen wurden, folgte eine Übungsbesprechung im Kelterhaus, wo der Weihgutsbesitzer mit einer Angestellten die Wehrleute zu Fleischwurst mit Brötchen und allerlei Getränken einlud.

Fazit: Eine super erste Übung die Lust macht auf die nächsten! Außerdem kamen in diesem Szenario nur neue Gruppenführer zum Einsatz, welche zeigten was sie schon jetzt auf dem Kasten haben.

Informationen:

Personen: 26 (Oppenheim)

Dauer: 3 h

Klassifizierung: ÜB

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