Kellerbrand unter Gymnasiumturnhalle mit vermisstem Kamerad
15.11.2008, 17:00 Uhr
Zu einer unklaren Rauchentwicklung wurden die Kameraden der Hauptfeuerwache von der Besatzung des TSFs nachalarmiert. Ein Truppführer und ein Anwärter hatten die Rauchentwicklung während der Beseitigung einer Ölspur entdeckt. Per zwei Meter Funkgerät baten die beiden um Hilfe. Die Wehrleute welche an der Hauptwache gerade mit Schulübungen und Techniktests beschäftigt waren, rückten sofort mit dem gesamten Löschzug und dem GW-Hochwasser aus. Noch auf der Anfahrt meldete sich der junge Kamerad vom TSF, dass sein Truppführer unter Atemschutz in den Keller vorgegangen sei, um den Hausmeister aus den Katakomben zu retten. Jetzt bekam er aber keinen Funkkontakt mehr. Der junge Mann wusste nicht mehr was er machen sollte und verfiel in Panik, blieb aber so vernünftig und wartete vor dem Gebäude auf die Verstärkung. Als die ersten Fahrzeuge von der Hauptwache eintreffen, zeigt er dem Einsatzleiter den Eingang den der Atemschutzgeräteträger genommen hat. Der Angriffstrupp des Tankers geht sofort mit der Rettungstrupptasche vor. Sie nutzen die Rettungsleine, welche der Mann am Eingang befestigt hat. Das Seil endet aber auf der Hälfte des Hauptflurs. Sie gehen den Weg weiter, finden aber nichts. Als sie ihre Erkundung durchgeben wollten, bemerkten sie dass Versagen ihres Funkgeräts. Um jetzt keinen Einsatz eines weiteren Rettungstrupps heraufzubeschwören, ziehen sie sich schnellst möglich zum Eingang zurück. Hier Treffen sie auf den Angrifftrupp des Löschgruppenfahrzeugs. Zusammen gehen sie in den Keller vor. Vielleicht hat der Vermisste ja seine Suche hier fortgeführt. Im Keller kann der erste Trupp seine Suche nicht fortsetzten, die Luft ist leer. Sie reicht nur noch für den Rückzugsweg. Der zweite Trupp des Tankers setzt zusammen mit dem Trupp des LFs die Suche im Keller fort.
Vor der Tür sind sich die Fahrzeugführer nicht über die Gesamtsituation klar. Die Drehleiter wird ausgefahren um eine mögliche Ausbreitung im Dachbereich auszuschließen. Die Männer des Löschgruppenfahrzeugs haben die Aufgabe der Wasserversorgung übertragen bekommen. Problem hierbei, die nächsten Hydranten liegen weit entfernt und der Feuerwehrplan des Gymnasiumsgeländes ist noch von vor der Zeit der großen Umbaumaßnahmen. Auf ihn kann sich nicht verlassen werden, also müssen die Männer 14 B-Leitungen bis zum nächsten Hydranten kurz vor dem Hafen legen. Die Besatzung des GWs leuchtet in dieser Zeit die Einsatzstelle aus. Zu diesem Zweck haben die Männer zusätzlich zum eigenen Notstromaggregat auch noch den NEG-Anhänger mitgebracht. Die nachgerückte Besatzung des MTW/P unterstützt die GW-Besatzung bei dieser Tätigkeit.
Im Keller finden die Angriffstrupps unterdessen endlich ihren Kameraden vom TSF. Sie müssen ihn aus einem weit hinten gelegenen halbhohen Gang retten. Sie nutzen hierfür die mitgebrachte Wannentrage. Zur Rettung kommen hier der Trupp des LFs und der, mittlerweile eingetroffenen, Trupp der DLK. Der TLF-Trupp geht weiter vor zur Rettung des Hausmeisters. Sie finden ihn aber nicht, er war während des Brandes nicht im Gebäude. Mit dieser Erkenntnis wird schließlich diese letzte Monatsübung des Jahres 2008 beschlossen.
Fazit: Eine typische Übung mit "Pfeffer". Ein außergewöhnliches Übungsobjekt und ein schwieriger Einsatzauftrag. Und wie bei jedem Mal zeigt auch diese Übung Können und Defizite auf. Alles in allem wieder einmal eine Übung mit Lerneffekt!
Informationen:
Personen: 27 (Oppenheim)
Dauer: 3 h
Klassifizierung: ÜB
Übung