Neues Einreißwerkzeug für die Drehleiter fertiggestellt

12.02.2009, 09:00 Uhr

Der Gebäudebrand im Dezember 2007 in Bodenheim, warf einige Frage, in Sachen Ausrüstung für die Korbbesatzung der Drehleiter auf. Damals mussten Verschalungselemente unter anderem aus Holz und Schiefer und Wandteile zum Dachstuhl durchbrochen werden. Die Korbbesatzung musste damals mit der Standart-Axt und dem Kelly-Tool arbeiten. Während die Axt nicht stabil genug war, war das Kelly-Tool zum einschlagen der Wände gut, zum einreißen selbst aber nicht zu gebrauchen. Man sah sich also auf dem deutschen Markt um und fand einige Werkzeuge, von denen aber keines überzeugen konnte. Während das eine Gerät zu teuer war, war das andere zu instabil. Außerdem konnten die fremden Lösungen nicht zu hundert Prozent überzeugen.
Also machte man sich Gedanken, wie man diese beiden größten Defizite der Marktlösungen ausmerzen konnte. Zu erst war ein Holzbeil als Grundstruktur geplant. Bei Gesprächen in der Wehr kam aber die Meinung auf, einen massiven Hammer zu verwenden. Der Kompromiss beider Wünsch war schließlich ein einfacher Spalthammer. Von alten Einreißhaken waren die massiven, geschmiedeten Haken noch vorhanden. Ein passender wurde daraufhin, von Kurt, auf den Spalthammerstil zu Recht gemacht und befestigt. Der erste Teil war damit erledigt und das endgültige Aussehen schon zu erkennen.
An diesem Donnerstag machten zwei Kameraden, das Gerät, genannt Einreißhammer, was ein Kofferwort der beiden Grundbausteine Einreißhaken und Spalthammer ist, fertig. Um den Einreißhaken richtig, aus dem Korb, benutzen zu können, wollten die Männer noch einen Handgriff am Hammerende haben.
Hierzu mussten die Männer aber erst noch einen Handgriff fertigen. Sie nutzten dazu zwölf Millimeter starkes Baustahl. Michael schweißte den gebogenen Stahl an den Hammerkopf und arbeitete die Schweißnähte ordentlich mit dem Winkelschleifer und der Feile aus. Der zweite Mann nahm anschließend noch die Lackierung des fertigen Hammerkopfes vor.

Fazit: Sieht man sich jetzt das Ergebnis dieser Arbeit an, muss man sagen, dass es ein sehr professionelles Bild abgibt. Der Einreißhammer wird demnächst auf der Drehleiter oder dem TLF verlastet, die beiden Fahrzeuge stellen gemeinsam den Drehleiterzug dar und geht dann in den aktiven Dienst, wo er dann seinen wirklichen Wert im realen Einsatz beweisen muss.

Informationen:

Personen: 3 (Oppenheim)

Dauer: 4.5 h

Klassifizierung: M

Arbeitseinsatz
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