Oppenheimer Wehrmänner besuchen Messe Florian in Sinsheim
18.09.2008, 10:00 Uhr
In diesem Jahr fand zum aller ersten Mal die Feuerwehr Messe Florian in den alten Bundesländern statt. Vorher war sie von Dresden nach Halle gezogen, hat dort Jahrelang stattgefunden und zog 2008 weiter nach Sinsheim. Dass eine Feuerwehrmesse in den süd-westlichen Bundesländern gut laufen würde, stand eigentlich schon vorher fest und so reisten schon am ersten Messetag zahlreiche Wehren nach Sinsheim.
Auch die Oppenheimer Wehr war vertreten. Zwei Kameraden fanden sich schon früh auf dem Messegelände, welches umringt vom Technikmuseum Sinsheim und dem Neubau des Hoffenheimer Erstligastadions im Sinsheimer Industriegebiet liegt, ein.
Die verschiedenen Aussteller hatten die Halle 4 eingenommen. In der Halle 5 war vor allem das Technische Hilfswerk vertreten. Diese Männer machten mit ihrem Elan, Fachwissen und ihrer sympathischen Art die Messe ein ganzes Stück wertvoller. Über eine halbe Stunde verbrachten die beiden Oppenheimer bei einem THW-Kollegen aus Adlesheim. Er erklärte den neuen GKW und hatte auf jede allgemeine und spezielle Frage zum THW selbst eine Antwort.
Am Stand des Kleidungsherstellers Trigema trafen die Oppenheimer nette Kameraden aus Kempfeld, mit denen noch über den wirklich gelungenen Internetauftritt der FF-Kempfeld gefachsimpelt wurde.
Die Messe selbst war wieder einmal sehr informativ, auch wenn sie eher familiär ausgefallen war. Was aber als subjektiver Vorteil erfahren wurde, da man sich auf jeden Stand einstellen konnte. Ebenso konnte jedes noch so kleine Detail gefunden werden. Auf einer größeren Messe wie der FireEngineering war man mit Sicherheit an so manchem interessanten Stück vorbeigegangen ohne es zu beachten. Unter anderem brachten die Männer in Erfahrung, dass die Firma Lancier die einzige Firma für Hydraulische Geräte ist, die zu hundert Prozent in Deutschland fertigt und ansässig ist. Obendrein hat die Firma jetzt auch extraschlanke Hydraulikschläuche im Angebot, die es ermöglichen eine Hydraulikhaspel einzusetzen, welche trotz gleicher Länge des Schlauchs nur halb so groß ist, wie eine Standarthaspel. Auch hier verbrachten die Wehrmänner eine längere Zeit. Auch hier konnte der Vertreter jede Frage beantworten. Der nächste Stand an dem die beiden Männer anhielten gehörte der Firma Eisemann. Der Angestellte hier konnte einen neuartigen Leistungssammler vorführen. An diese kleine Kiste, ungefähr halb so groß wie ein großer Stromverteiler des GW/HW, kann an zwei Notstromaggregate angeschlossen werden. Die Leistungen der beiden Aggregate summieren sich und können dann wiederum auf der anderen Seite des Gerätes abgenommen werden. Als Beispiel wirken zwei normale acht KVA Aggregate zusammen als 16KVA-Aggregat. Dieses Gerät ist mit Sicherheit interessant für Wehren mit einem Plasmaschneidgerät, die dann zwei Standartaggregate als Backupsicherung für den Fall eines Ausfall eines großen Aggregats benutzen wollen. Während die 13KVA Aggregate meistens auf einem Rüstwagen sind, werden kleinere Aggregate auf fast jedem Löschfahrzeug mitgeführt. Natürlich waren auch zahlreiche Kleidungshersteller vertreten. Diese zeigten vor allem die Kleidung nach der HuPF2006.
Die Firma Weber Hydraulik hatte an ihrem Stand außer den obligatorischen Scheren, Spreitzer und Stempel auch einen unglaublich gut durchdachten Unterbaublock, der mit einem Lego-artigen System arbeitet. Außerdem funktioniert der Block selbst als Verladeeinheit. Die Klötze, zwei Keile und ein gesonderter Keilblock sind auf eine Trägerschiene geschoben, welche mit einem Transportgriff versehen ist und man so alles auf einmal an die E-Stelle bringen kann. Eine genialeinfache Lösung, die bestimmt ein Renner unter den TH-Wehren wird.
Fazit. Jede Menge Neues, nette Leute und alles in überschaubarem Rahmen.
Informationen:
Personen: 2 (Oppenheim)
Dauer: 7.5 h
Klassifizierung: FS