Rettungstag2012: Unklare Rauchentwicklung aus Dammwachhaus1

20.10.2012, 13:30 Uhr

"Rheinstraße 62, unklare Rauchentwicklung", lautete der Alarmtext der vierten Übung dieses Rettungstages. Die Wehrleute eilten sofort mit dem LF8/6, der DLK und dem TSF in die Rheinstraße. Gegenüber dem Postverteilungszentrum wurden sie dann fündig. Aus dem Dammwachhaus 1 drang Rauch. Aus verschiedenen Fenster- und Türöffnungen des Erdgeschoßes auf Straßenniveau und des ersten Stocks auf Dammkronenhöhe, quoll dunkler Brandrauch. Der Einsatzleiter Jürgen ließ sofort den Angriffstrupp und den Wassertrupp mit Pressluftatmern ausrüsten. Der Drehleitertrupp wurde zur Wasserversorgung abgestellt. Er übernahm dann anschließend den Part des Sicherheitstrupps. Der Schlauchtrupp ging zur Unterstützung des ersten Angriffstrupps vor, sicherte die Schlauchreserve und führte anschließend den Schlauch beim Vorgehen des Trupps nach. Als die Männer des Angriffstrupps dann auch noch eine Leiter benötigte, um in das Gebäude eindringen zu können, besorgte der Schlauchtrupp auch diese.
Die Leiter war nötig geworden, da in dem Übungsszenario eine marode, eingestürzte Brücke ein passieren unmöglich machte. Die beiden Kameraden des Schlauchtrupps bewältigten diese Aufgabe ruhig und besonnen, trotz der widrigen Bodenbeschaffung des Damms, wie alte Hasen, obwohl beide erst vor kurzer Zeit ihren Grundlehrgang abgeschlossen hatten.
Währenddessen ging der zweite Angriffstrupp, der Wassertrupp des Löschgruppenfahrzeugs, zur Brandbekämpfung in den Lagerraum im Erdgeschoss vor. Da die Tür schon bei der Erkundung durch den Einsatzleiter heiß war, starteten die Beiden mit der Türöffnungsprozedur. Der stark verrauchte Raum machte eine weitere Erkundung von außen ohne Hilfsmittel unmöglich, also kontrollierte der Truppführer mit der Wärmebildkamera den Raum, während sein Truppmann den Trupp mit dem Strahlrohr absicherte. Den Brandherd fanden sie dann direkt hinter der Tür. Hier war ein Kaminofen in Brand geraten. Das Feuer war dem entsprechend schnell abgelöscht und der Trupp öffnete ein paar Fenster zur Belüftung.
Im ersten Stock hatte der erste Angriffstrupp zwischenzeitlich eine Person in der rauchfreien Toilette gefunden und diese dort belassen, um eine sichere Rettung vorzubereiten.
Da die Person nicht mehr gehfähig war, musste sie mit einer Feuerwehrleine abgelassen werden. Der Schlauchtrupp stand zum Abnehmen der Person am Damm bereit.
Nach dem der erste Stock als rauchfrei und sicher erklärt wurde, war auch diese Übung zur vollsten Zufriedenheit der Übungsausrichter abgearbeitet.
Im Anschluss folgte eine Besprechung bei der auch wieder die "dienstfreien" Beobachter berichten konnten, was ihnen während der Übung aufgefallen war.

FAZIT: Auch hier hatten die Teilnehmer gezeigt was sie können. Natürlich war auch hier nicht alles fehlerfrei, jedoch konnten diese konstruktiv als Lehrstoff genutzt werden, nach dem alles in der Nachbesprechung aufgearbeitet wurde.

Informationen:

Personen: 16 (Oppenheim)

Dauer: 1 h

Klassifizierung: ÜB

Übung
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