Rettungstag 2011: Schachtrettung beim Abwasserwerk

20.08.2011, 11:00 Uhr

Die zweite Übung an diesem Tag führte die Männer der Einsatzabteilung zum Abwasserwerk Oppenheim. Ein Werksmitarbeiter war bei Reinigungsarbeiten in einen Schacht gestürzt. Markus und Peter waren die ersten Fahrzeugführer vor Ort und gingen sofort gemeinsam auf Erkundung. In rund acht Metern Tiefe fanden sie den Arbeiter. Ein anderer Arbeiter hatte sie zu dem Schacht geführt. Der Mann in der Röhre konnte auf Fragen antworten. Er berichtete jedoch, dass es immer schwieriger werden würde zu atmen. Bei einer Messung stellte sich heraus, dass der Sauerstoffgehalt schon bei knappen 17 Volumenprozent lag. Mit Hilfe des Ersthelfers fanden die Einsatzkräfte einen vorgeschalteten Kanalschacht. Auf diesem ließen sie den Elektrolüfter der Drehleiter aufbauen und den ersten Schacht hierüber Zwangsbelüften. Die Verbesserung der Schachtluftqualität war nach kürzester Zeit auch ohne Messung bemerkbar. Ein starker Luftzug stieß kontinuierlich aus dem Unfallschacht und selbst der modrige Abwassergeruch war kurze Zeit später verflogen. Ein trotzdem durchgeführte Sauerstoffmessung ergab einen Luftsauerstoffanteil von 20,4 Volumenprozent. Jetzt konnten die Rettungsmaßnahmen auch ohne Atemschutz, in dem engen Abwasserschacht, vorgenommen werden. Ein Feuerwehrmann wurde in den Schacht abgelassen und bugsierte den Verunfallten auf die Wannentrage, was eine erheblich Anstrengung darstellte aber leider von nur einer Person durchgeführt werden konnte, da der Schacht für einen Trupp zu Eng war. Nach einer guten dreiviertel Stunde konnte der Verletzte schonend aus dem Schacht, per RollGliss-Rettungsgerät, gezogen werden und auch die zweite Übung fand ein erfolgreiches Ende.

Informationen:

Personen: 13 (Oppenheim)

Dauer: 2 h

Klassifizierung: ÜB

Übung
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