Unterstützung des NABUs beim Erhalt eines Biotops
21.11.2009, 08:30 Uhr
An diesem Samstag trafen sich einige Kameraden der Oppenheimer Feuerwehr um den Naturschutzverein NABU zu unterstützen. Der Verein betreut unter anderem mehrere Biotope im Oppenheimer Umland. Wahrscheinlich durch natürliche „Verschleppung“, hat sich in einem der kleinen Biotope ein ungewollter Fischbesatz entwickelt. Bei einer natürlichen Verschleppung bleiben Fischeier an den Füßen oder Feder von, in Fischteichen, gründelnden Enten hängen. Fliegen die Enten dann in den nächsten Teich, um dort nach Nahrung zu suchen, verlieren sie dort den Leich und es entsteht ein ungewollter aber natürlicher Besatz.
Da die Naturschützer aber seltenen Insekten und anderen Kleintieren einen Lebensraum sichern wollen und die Fische diese Tiere aber wegfressen, da sie in einem kleinen Teich auch gar keine andere Möglichkeit, auf Grund des fehlenden Nahrungsangebotes, haben, mussten die Fische aus dem Biotope heraus gefangen werden. Um jetzt aber auch alle kleinen Jungfische erwischen zu können und nicht in einem halben Jahr wieder neu anfangen zu müssen, wollten die Leute das Wasser des Teichs absaugen und anschließend die Fische aus dem Restwasser mit den Händen heraus fangen. Ohne die Unterstützung einer Feuerwehr ist dieses Vorhaben aber leichter gesagt als getan. Sie fragten also die Oppenheimer Wehr und diese rückte mit dem Gerätewagen – Hochwasser, einem Großaggregat und dem Mannschaftstransporter an. Mit zwei großen Tauchpumpen TP 15/1 saugte die Mannschaft das Biotopwasser in mehreren Stunden ab und leitete es in den nahen Flutgraben um.
Anschließend konnten die drei Vereinsmitglieder die Fische einsammeln. Sie fanden gute zwanzig erwachsene Fische und etliche Jungfische, die ihr restliches Leben im Rhein verbringen werden.
Das Biotop wird seinerseits auch keinen Schaden von dem Eingriff nehmen, da es durch das Grundwasser innerhalb eines Tages wieder auf seinen normalen Wasserpegel vollgelaufen sein wird.
FAZIT: Einmal mehr eine gute Übung mit dem neuen GW und ein Beweis für die Leistungsfähigkeit des alten Netzersatzgerätes.
Informationen:
Personen: 6 (Oppenheim)
Dauer: 4.5 h
Klassifizierung: SL