Vier Personen bei Dachstuhlbrand im Ärztehaus1 eingeschlossen
27.09.2008, 17:00 Uhr
Feuer im Ärztehaus1. Vier Angestellte sind nach einem Seminar im obersten Stockwerk vom Feuer eingeschlossen. Die erste Erkundung zeigt außerdem eine starke Brandausbreitung im vorderen Bereich des Dachs. Die Hitze und das Feuer machen das Alu-Treppenhaus auf der Rückseite unbrauchbar. Die Konstruktion verliert ihre Tragfähigkeit.
Die Männer des LF8/6 bekommen den Auftrag die Frauen mit der 18m langen Anhängerleiter zu retten. Die Drehleiter wird auf der Vorderseite zur Brandbekämpfung eingesetzt. Hier wurde zuviel auf einmal gewollt. Die Ausladung der Anhängeleiter reicht durch die Bebauung und geparkte Fahrzeuge nicht aus. Die Leitern müssen getauscht werden. Um trotzdem noch schnell genug zu dem Eingeschlossenen vordringen zu können, gehen drei Angrifftrupps durch das Gebäude vor. Sie finden zwei bewusstlose Personen. Sie werden auf schnellstem Weg über eine enge Wendeltreppe aus dem Speicherbereich gerettet.
Vor dem Haus warten zwei Wehrmänner als Tragetrupp auf Verletzte. Sie müssen jedoch abgezogen werden um einen Rettungstrupp stellen zu können, als der dritte Angriffstrupp ins Gebäude geht. Die zwei verbleibenden Männer von der Verletztensammelstelle, müssen sich aufteilen. Einer verbleibt an der Sammelstelle, während der andere mit dem Gruppenführer des Tanklöschfahrzeugs zum neuen Tragetrupp wird. Sie übernehmen anschließend alle vier Verletzten.
Auch der neue Gerätewagen Hochwasser wird bei dem Einsatz eingesetzt. Er muss die Einsatzstelle ab der Ausfahrt des SBK-Parkplatzes absperren. Zahlreiche Autofahrer fahren rücksichtslos in die E-Stelle. Durch eine unsinnige Einbahnregelung, vor dem Gebäude der ehemaligen Verbandsgemeinde Verwaltung, müssen die Zivilisten zwangsweise an der E-Stelle vorbei und können das Gewerbegebiet nicht über die neue B9-Auffahrt verlassen. Auch hier muss eine Verkehrsführung und Absperrung eingerichtet werden.
Fazit: Die Probleme mit den Leitern haben Zeit gekostet. Sehr viel Zeit. Ein Fehler der bestimmt bei keinem wirklichen Einsatz mehr passieren wird. Endlich konnten auch die jüngeren Kameraden einmal die Vornahme der Anhängeleiter üben und auch die Erfahreneren die Einsatzmöglichkeiten der 18Meter Leiter an dem sehr jungen Gebäude testen. Sehr gute Arbeit hatten bei dieser Übung die Angriffstrupps geleistet. Der Korbfahrer der Drehleiter bewies so viel Einfühlungsvermögen, dass er sogar eine Frau überreden konnte in den Korb zu steigen, die großen Respekt vor dem "instabilen" Gefährt hatte. Eine sehr schwierige Aufgabe.
Auch die Verletztensammelstelle macht ihre Arbeit gut. Alle Patienten konnten vollversorgt an den Rettungsdienst übergeben werden.
Informationen:
Personen: 29 (Oppenheim)
Dauer: 3 h
Klassifizierung: ÜB
Übung