Zwei Einsatzübungen der Absturzsicherungsgruppe in Mommenheim

27.05.2014, 19:00 Uhr

An diesem Dienstag trafen sich die Männer der Absturzsicherungsgruppe in Mommenheim zu einer Einsatzübung. Die Kameraden aus Mommenheim hatten hierfür zwei Übungsszenarien im Ortsgebiet ausgearbeitet.
Die erste Übungslage führte die Gruppe, bestehend aus Mommenheimern, Schwabsburgern, Niersteinern und Oppenheimern, an die Vielzweckhalle in der Bahnhofstraße.
Nach einem Knall oder lauten Schlag rief ein Gemeindearbeiter um Hilfe. Er und sein Mitarbeiter lagen verletzt und teilweise bewusstlos in einem Oberlicht der Turnhalle.
Sofort nach der Erkundung lief die Rettung an.
Der Angriffstrupp, des LF8/6, wurde zur Versorgung der beiden Verletzen mit einer Steckleiter in den Oberlichtgraben geschickt.
Die anderen Kräfte brachten die Drehleiter in Position und bauten einen Materialsammelplatz auf. Sie konnten für die Rettung die Gerätesätze des Niersteiner Rüstwagens, der Oppenheimer Drehleiter und LF8/6 benutzen.
Dann wurden zwei Aufgabenbereiche eingeteilt. Während die eine Hälfte der Mannschaft eine Rettung mit dem Flaschenzug und einer Schleifkorbtrage vorbereitete, baute der Rest eine Redundanzsicherung für die bevorstehende Hebearbeit auf.
Die beiden Männer im Schacht bereiteten ihrerseits die Rettung der Personen vor.
Nach 35 Minuten waren beiden Personen aus dem Oberlichtschacht gerettet und die Helfer wieder vollzählig auf Straßenniveau versammelt.
Nach einer kurzen Übungsbesprechung und einer Neueinteilung der Kräfte auf die verschiedenen Fahrzeuge, folgte die zweite Übung. Diese führte die Männer auf das Schulgebäude der Mommenheimer Grundschule.
Dort war ein Arbeiter aus einem Revisionsschacht zu retten. Der Unterschied zu der vorherigen Übung lag unter anderem darin, dass nur schlecht mit der Drehleiter in den Hinterhofparkplatz der Schule eingefahren werden kann, der Verletzte in einem Arbeitsgurt hing und unter ihm keine fester Boden sondern Wasser war. Außerdem gab es nur wenige Festpunkte um die Ausrüstung anschlagen zu können.
Nach der Erkundung wurde ein gesicherter Mann zu Betreuung und Versorgung in den schmalen Schacht einsteigen gelassen.
Die restlichen bauten eine horizontale Rettung mit dem Flaschenzug auf. Hierzu nutzen sie einen massiv einbetonierten und gepflasterten Schilderpfosten und eine Lastöse des LF8/6. So konnten sie den Flaschenzug in eine günstige Position bringen und das Zugseil am Fahrzeug vorbei in die Zufahrt vornehmen.
Nach kurzer Zeit war auch dieser Verletzte gerettet.

Fazit: Zwei tolle Übungen, die wieder einmal aufzeigten, wie vielfältig dieser Bereich der Feuerwehraufgaben ist.

Informationen:

Personen: 17 (Oppenheim)

Dauer: 3.5 h

Klassifizierung: ÜB

Übung
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